Von der Kohle zum Biomassezentrum

Auf einer Teilfläche des ehemaligen Bergwerksareals entsteht auf rund 14.000 Quadratmeter das Biomassezentrum Warndt mit einem Biomasse-Heizkraftwerk der Evonik New Energies GmbH und einem Brennholzhof des SaarForst-Landesbetriebes. Darüber hinaus ist eine Holzbrikettfabrik geplant. Rund drei Jahre, nachdem das ehemalige Bergwerk stillgelegt wurde, kehrt so an alter Stelle die Produktion von Energie in neuer Form zurück. RAG Montan Immobilien und RAG Aktiengesellschaft haben innerhalb kürzester Zeit eine Folgenutzung für die Fläche gefunden und eine Investition in den Klimaschutz sowie in die Zukunft des Warndts getätigt. Die Entwicklung des insgesamt 500.000 Quadratmeter großen ehemaligen Bergbau-Areals ist ein gelungenes Beispiel für den Strukturwandel an der Saar.

Schon vor der Einstellung des Förderbetriebs im April 2005 wurden die Weichen zur Entwicklung der Tagesanlage Warndt des Bergwerks Saar frühzeitig durch die Arbeitsgemeinschaft Flächenentwicklung der Regionalen Strukturkonferenz Warndt gestellt. In diesem Gremium versammelten sich alle betroffenen gesellschaftlichen Gruppen, um die Zeit nach dem Bergbau in den Kommunen Völklingen und Großrosseln anzugehen. Dabei hatte die RAG und RAG Montan Immobilien verdeutlicht, dass sie sich ebenfalls in der Verantwortung für die Zukunft der Region Warndt in Partnerschaft mit den Kommunen und dem Land sehen und eine räumliche Zukunftsperspektive entwickeln wollen.

Mit aktiver Beteiligung der Bevölkerung wurde die mögliche Folgenutzung in mehreren Warndt-Foren diskutiert. Aufgrund des hohen Waldanteils am Standort wurde der Fokus auf die Holzwirtschaft gelegt und es entstand als Leitkonzept die Entwicklung eines Biomassezentrums. Der Warndt als forstwirtschaftliche Einheit erstreckt sich zu beiden Seiten der deutsch-französischen Grenze. Mit dem „Kleinen Warndt“ auf deutscher Seite und dem „Großen Warndt“ auf französischer Seite stehen im gesamten Umfeld rund 15.000 Hektar Waldfläche zur Verfügung. Auch kann das in unmittelbarer Nähe der Tagesanlage gelegene Karlsbrunner Feld als Energiewald zur Produktion von Kurzumtriebshölzern genutzt werden. Weitere Potenziale liegen in kommunalem Grünschnitt, Biomasse-Aufkommen aus Gewerbetrieben.

Quelle: RAG Montan Immobilien GmbH

Weitere Informationen:

Presseschau:

02.07.11

Bahn frei für die Bioenergie

Das Karlsbrunner Feld

Großrosseler Gemeinderat verabschiedet einstimmig Pläne für einstiges Grubengelände

 
Kategorie: Energie, Tagesanlage Warndt
22.06.11

Ortsräte sagen Ja zum Winzent-Projekt

Petra Fretter

Ortsvorsteherin Petra Fretter: Großteil der Bürgerwünsche ist berücksichtigt

 
Kategorie: Energie, Tagesanlage Warndt

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