Völklingen wurde am 27. Oktober 822 als "Fulcolingas" erstmals urkundlich erwähnt und war in den folgenden Jahrhunderten eine bäuerliche Siedlung, die der Hochgerichtsbarkeit der Grafen von Saarbrücken unterstand. Im Übergang zur Neuzeit gehörte die "hof und frie hofstadt folckelingen" zu den wohlhabenderen Dörfern in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken. Eisen- und Kohlefunde führten zu einer frühen Industrialisierung. So entstand im heutigen Geislautern 1572 die älteste Eisenschmelze des Landes. Im Jahr 1616 errichteten die Bewohner des heutigen Stadtteils Ludweiler in Ihrem Dorf eine erste Glashütte. 1621 begann die Steinkohlegewinnung im Tagebau.
Während des Dreißigjährigen Krieges 1618 bis 1648 dezimierte sich die Bevölkerung Völklingens um fast 84%. Der französische König Ludwig XIV. hielt die gesamte Grafschaft Saarbrücken von 1679 bis 1697 besetzt. 1697 wurde der Graf von Saarbrücken durch den Frieden von Ryswick wieder in seine alten Rechte eingesetzt. Der inzwischen katholischen Bevölkerungsmehrheit wurde aber die freie Religionsausübung gestattet. 1797 fielen im Frieden von Campo Formio die gesamten linksrheinischen Gebiete des Reiches der französischen Republik zu. Völklingen war seit 1799 eine Mairie im Arrondisement Saarbrücken und profitierte von der im französischen Kaiserreich systematisch betriebenen Förderung von Technik und Forschung. In Geislautern entstand aufgrund einer Anordnung Napoleons aus dem Jahre 1802 die "École Pratique des Mines", eine von zwei Berg- und Hüttenschulen des Kaiserreiches. Nach der Niederlage Napoleons bei Waterloo fiel das Gebiet 1815 an Preußen.
1881 kam es zur Übernahme der 1873 gegründeten "Völklinger Eisenhütte" durch die Gebrüder Röchling, deren Hütte über ein Jahrhundert lang die die Stadtentwicklung bestimmte. 1918 wurde Völklingen von französischen Truppen besetzt. Bei der Saarabstimmung am 13. Januar 1935 stimmten die Völklinger mit 89,8% für die Rückkehr zum Deutschen Reich. Am 1. April 1937 erhielt die bisherige Bürgermeisterei Völklingen die Stadtrechte. 1945 wurde die Stadt wieder von alliierten Truppen besetzt und kam unter französische Verwaltung. 1955 stimmte das Saarland wieder für den Anschluss nach Deutschland. 1962 kam es durch eine Schlagwetterexplosion in der Grube Luisenthal zu einem Grubenunglück, das 299 Menschenleben forderte. 1965 wurde Völklingen der Status einer Mittelstadt verliehen
1974 wurden die Gemeinden Ludweiler und Lauterbach durch die Gebiets- und Verwaltungsreform eingemeindet. Im Juli 1986 wurde die "Völklinger Eisenhütte" geschlossen. 1993 kam es dann zum Konkurs der Saarstahl AG. 1995 wurde die "Alte Völklinger Hütte" in die Liste der Kulturdenkmäler der UNESCO aufgenommen und wurde Weltkulturerbe. (Quelle: www.wikipedia.de)
Internetseite: www.voelklingen.de
Kaum eine andere Stadt in der Region hat ihr Gesicht in so gewandelt wie Völklingen
Völklingen hätte gemeinsam mit Forbach reelle Chance, den Europapreis zu gewinnen